Die Fotogalerie von Bernd Schmidt über preisgekrönte Wettbewerbsbilder
Hobby Fotografie

 

 

+ hervorragendes Weitwinkelobjektiv +


Praxistest - Nikon - Micro Nikkor 2,8/55 mm

 

Pro: sehr gute optische Qualität
Kontra: kein Autofocus, umständliches arbeiten mit Digitalkameras

Nikon - Micro Nikkor 2,8/55 mm

In den 80er Jahren habe ich mir dieses mechanische präzise Objektiv für Makroaufnahmen gekauft. Damit auch ein Abbildungsmaßstab von 1:1 möglich ist erwarb ich den Zwischenring PK-13 dazu.
Die mechanische Verarbeitung ist sehr hochwertig und präzise. Das Gehäuse macht auf Grund seines Metallgehäuses einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck. Die optische Korrektur hat sich in der Praxis als sehr gut bewiesen. Selbst bei Reproduktionen mit geraden Linien im Randbereich, ist das Objektiv perfekt berechnet und zeigt bei Blende 5,6 bereits seine optische Stärke. Die besten Ergebnisse in Hinsicht auf die optische Qualität in Punkte Schärfe und geringste Verzeichnung (welche mit dem bloßem Auge so gut wie nie erkennbar sind) erzielt man mit Blende 5,6 und 8. Aber bereits bei offener Blende 2.8 zeigt das Objektiv bereits hervorragende optische Qualitäten.

 

Das Objektiv habe ich ursprünglich an der Nikon F 301 verwendet. Mit diesem Modell gab es keine technischen Einschränkungen. Lediglich bei Verwendung des PK-13 konnte die Kamera nicht mit Blenden - oder Programmautomatik eingesetzt werden, da diese Funktion vom Zwischenring nicht übertragen wird. Auch eine Spot- oder Matrixbelichtungsmessung ist damit nicht möglich.
Später mit der Nikon F-801 war dies genauso. Bei dieser Kamera kam noch dazu, das kein Autofocus unterstützt werden konnte und die Spot- oder Matrixbelichtungsmessung ebenfalls nicht. Da ich im Makrobereich meist statische Motive aufnahm, hat mich dies nie gestört. Und aus Gewohnheit habe ich sowieso meist mit Zeitautomatik gearbeitet um eine optimale Tiefenschärfe über eine voreingestellte Blende zu erzielen. Für mich also kein Nachteil.
Auch als ich mir eine Nikon F 100 kaufte, konnte ich noch keinen wirklichen Minuspunkt feststellen. Erst mit der Anschaffung der digitalen Nikon D70 gab es keine technische Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv mehr. Nun war leider der Zeitpunkt gekommen, mich von dem treuen optischen Begleiter zu trennen. Nachfolger wurde natürlich das aktuelle Nikon AF-D 2,8/60 mm.

Fazit:
Wer noch Wert auf hochwertige mechanische Verarbeitung und Präzision legt, wird an diesem Objektiv sicherlich gefallen finden. Auf den Gebrauchtmarkt sollte man sich ein gutes Stück aber vorher genau ansehen. Bei starkem Gebrauch durch einen Berufsfotografen ist der Focusierring so ausgenudelt und leichtgängig, das er im Extremfall sogar ohne Berührung die Focusierung verstellt. Aber es gibt auch noch einige gut erhaltende bzw. gepflegte Stücke am Markt.

Mammillaria bocasana - Heimat Mexiko - Das rote ist eine Frucht! Aus manchen Kakteenfrüchten wird in Südamerika Marmelade gemacht.   Staffelholz - Übergabe   Die Blattspitze einer Strelitzie im Gegenlicht

 

Nikon D70 - Leica M7 - Nikon MF 3,5/20 mm - Nikkor 2,5/35 mm E - Micro-Nikkor 2,8/55 mm - Nikkor AFD 2,8/180 mm - Nikkor AF-S 3,5-4,5G/18-70 mm - Nikon Balgengerät PB4 - KonicaMinolta Dimage Z2 - Monostat RS 16 B Einbeinstativ - Manfrotto Dreibeinstativ 344BR - Nikon Coolscan IV ED - Epson R1800

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